Auf dem Weg zum Traumjob gibt es viele Hürden. Das Bewerbungsgespräch ist eine davon. Ohne eine ordentliche Vorbereitung können viele Fehler gemacht werden, womit die Chancen auf den Job schwinden.

Wird ein Bewerber zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, hat er den Arbeitgeber bereits mit seinen Bewerbungsunterlagen überzeugt. Im Gespräch gilt es dann, diesen positiven Eindruck persönlich zu bestätigen. Damit es also erfolgreich verläuft, solltest Du als Bewerber einige Dinge beachten. Ein Vorstellungsgespräch ist ein Dialog, das vom Arbeitgeber gut vorbereitet ist, mit dem Ziel die offene Position mit dem geeignetsten Bewerber zu besetzen. Der Bewerber muss sich auch dafür gut vorbereiten. Der Arbeitgeber sucht nicht die besten Bewerber, sondern die Bewerber, die am besten passen. Konkrete Beispiele aus dem eigenen Lebenslauf machen den Bewerber/die Bewerberin einzigartig. Am besten das Gespräch mit guter Stimmung beginnen, z. B. indem man davor an etwas Positives denkt. Im ersten Moment sollte man möglichst selbstsicher wirken, d.h. der Gesprächspartner sollte am besten namentlich angesprochen werden, man sollte ihm dabei ins Gesicht schauen.

Ein Bewerbungsgespräch lässt sich in mehrere Phasen unterteilen. Nach der Begrüßung und Einleitung des Gesprächs stellt sich das Unternehmen erst selbst dar. Dann geht es um den beruflichen Werdegang des Kandidaten / der Kandidatin (Selbstpräsentation). Es ist außerdem Zeit, sich gegenseitig Fragen zu stellen.

Der Arbeitsgeber erwartet fachliche Dinge von dir, wie z. B. ein Studium mit Schwerpunkt, Praktika mit Berufserfahrung, Fremdsprachen- und/oder Computerkenntnisse. Außerdem sind bestimmte persönliche Fähigkeiten (Soft Skills) von großem Vorteil. Du solltest erfolgsorientiert wirken, d.h. Selbstsicherheit ausstrahlen, eindeutige Aussagen machen, sich initiativ zeigen. Ein wichtiger Punkt ist auch, dass du teamfähig bist, also die Fähigkeit und die Bereitschaft zur Team- und Projektarbeit (Kommunikationsfähigkeit) hast. Die Arbeitgeber erwarten auch Entwicklungspotential, also dass du selbstständig arbeiten kannst und Lernbereitschaft zeigst. Du musst in seinen Augen belastbar sein.

Zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch überleg dir am besten zwei oder drei deiner wichtigsten Softskills und Beispiele aus deinem Lebenslauf, die zeigen, dass du sie tatsächlich hast. Du kannst dir selbst die Frage beantworten, was dich besonders auszeichnet. Das kannst du auch in Form einer Selbstpräsentation von ca. 2 min trainieren. Im Gespräch kommt die Frage meist übrigens anders formuliert vor, wie zum Beispiel „Beschreiben Sie Ihren Lebenslauf mit eigenen Worten!“, „Was sind Ihre Stärken?“ oder „würden Sie sich selbst einstellen?“
Zur Kleidung lässt sich sagen, dass kein einheitliches Outfit existiert, aber es sollte auf jeden Fall gepflegt sein. Als Faustregel gilt, sich so zu kleiden, als wenn das Unternehmen nach außen präsentiert werden sollte. Wichtig ist auch, sich wohl zu fühlen. Ein Tipp du kannst das Outfit vorher testtragen.

Nacharbeitung des Gespräches

Auch wenn es einmal nicht geklappt hat, ist es sehr wichtig, dass Gespräch noch einmal in Gedanken durchzugehen. Was ist gut gelaufen? An welcher Stelle war die Stimmung vielleicht nicht gut? Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?

Für dich solltest du die Frage beantworten, ob das Unternehmen passend für dich ist. Hast du Entwicklungsmöglichkeiten? Ist das Unternehmen finanziell gesund? Ist offene Kommunikation möglich?