Das ist Dayzine

Dayzine ist einerseits ein Zusammenschluss von marokkanischen Studenten, die sich vorgenommen haben, zukünftig in Deutschland Studierende zu informieren und zu allen Themen des Studiums sowie zum studentischen Leben zu beraten.
Außerdem bietet Dayzine eine Plattform über die angehende sowie erfahrene Studenten Informationen und Erlebtes austauschen können.

Ausländische Studierende, die sich ausschließlich zum Studium im Bundesgebiet aufhalten, dürfen nur 90 Tage bzw. 180 Halbtage im Jahr arbeiten. Auch eine Arbeit als Studentische Hilfskraft an der Universität ist erlaubt. Wenn man regelmäßig auch während der Vorlesungszeit jobben will oder muß, braucht man die Erlaubnis des Arbeitsamtes und der Ausländerbehörde. Beim Akademischen Auslandsamt bekommst Du eine Bescheinigung, die besagt, daß ein Job bis zu 16 Stunden pro Woche Deinem Studienziel nicht im Weg steht.

geschrieben von Abdeljalil Cherkaoui

Viele ausländische StudentInnen geraten in finanzielle Probleme – vor allem während der Prüfungszeiten, weil sie während dieser Zeit nicht arbeiten können (Zeitdruck). Für Studenten ab dem dritten Semester bieten manche Organisationen für diese schwierige Zeit Prüfungsbeihilfen an. Dafür mußt Du aber einige Auflagen erfüllen. Eventuell kannst Du ein bis zwei Monate lang unterstützt werden. Beachte dazu die Antragsfristen.

Der AStA kann kleine Kredite gewähren (beim Sozialreferat fragen). Leider hat man dort schlechte Erfahrungen gemacht, was die Rückzahlungen betrifft. In jedem Fall solltest Du Deine Finanzplanung längerfristig und mit Weitblick treffen. Im allgemeinen solltest Du versuchen, sparsam zu leben und unnötige hohe Ausgaben vermeiden. Viele Marokkaner verbrauchen viel Geld für häufige Heimreisen. (Ich rate Dir, so wenig wie möglich nach Hause zu fliegen und Dich statt dessen mehr auf das Studium zu konzentrieren).

Manche Organisationen bieten auch ein Stipendium an – meistens unter der Bedingung, daß Du ein Vordiplom hast und Dich bereit erklärst, nach dem Studium zurückzukehren. Manche fördern nur StudentInnen, die entwicklungspolitisch interessiert und aktiv sind. Wenn sich Dein Studium dem Ende zuneigt, kannst Du Dich um ein Abschlußstipendium bewerben (nachfragen beim Akademischen Auslandsamt).

geschrieben von Abdeljalil Cherkaoui

Du brauchst auf jeden Fall ein Girokonto bei einer Bank, weil in Deutschland ein Großteil des Geldverkehrs zwangsläufig über Banken läuft, z.B. Überweisungen der Miete, der Versicherung, des Gehaltes etc.

Es gibt viele Geldinstitute, manche bieten für Studenten ein gebührenfreies Girokonto an. Du erhältst für Dein Konto eine Bankkarte und eine Geheimnummer für den Zugang zu Deinem Konto per Geldautomat. Empfehlenswert ist es, sich die Geheimnummer gut einzuprägen und den Zettel anschließend zu vernichten. Wenn Du Angst hast, die Nummer wieder zu vergessen, so schreib sie auf einen neutralen Zettel eventuell versteckt in einem Zahlencode und verstecke den Zettel gut und bewahre ihn auf keinen Fall mit der Karte zusammen auf. Achte auf Deine Karte und die Schecks, informiere bei Verlust sofort die Bank, damit das Konto gesperrt werden kann.

geschrieben von Abdeljalil Cherkaoui

Die größte Sorge der Studenten während des Studiums ist die Finanzierung. Jeder hat sich mal mit der Frage beschäftigt: Wie werde ich mein Studium und mein Studentenleben finanzieren? Geld von den Eltern bekommen oder jobben gehen? Diese Fragen können wir von Dayzine leider nicht direkt beantworten, aber wir versuchen, dieses komplexes Problem zu vereinfachen.

Wieviel Geld braucht ein Student?

Laut Bafögamt braucht ein Student 670€ im Monat zum Leben. Erfahrungsgemäß ist dieser Betrag relativ. Es kommt immer auf den Studenten an. Jeder muss also wissen wie hoch seine Kosten (für Miete, Essen, Studienmaterialien, Kleidung und Sonstiges) sind.

Unterstützung von den Eltern

Nur wenige Studenten bekommen Hilfe von den Eltern. Der Betrag von 670€ ist einfach zu hoch für eine marokkanische Familie, es sei denn die Eltern verfügen über genug Geld, um den Student zu unterstützen. Die “partielle Unterstützung” ist eine gute Alternative. Dies heißt, dass die Eltern die Miete und vielleicht auch den Semesterbeitrag finanzieren, dann ist schon für den größten Teil gesorgt. Den Rest übernimmt der Student.

Jobben

Die Mehrheit der Studenten muss jobben gehen um das Studium zu finanzieren. Solange man sich auf das Studium konzentrieren kann, ist das kein Problem. Jobs in der Gastronomie sollte man so gut wie möglich vermeiden, da sie meist körperlich und geistig belastend sind. Der Student sollte versuchen, einen Job in seinem Studienbereich zu finden, um Praxiserfahrungen zu sammeln und somit die Karrierechancen zu verbessern.